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14. August 2026

Immobilienpreise in Trier 2026: Die Trendwende ist da – Häuser und Wohnungen legen wieder zu

Vor einem Jahr habe ich den Grundstücksmarktbericht 2025 ausgewertet – damals mit dem Befund: Der Markt taut auf, aber die Preise laufen auseinander. Jetzt liegt der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses Trier vor (Bericht Nr. 37, Juni 2026, Datenbasis: alle notariellen Kaufverträge 2025) – und er bestätigt die Trendwende. Einfamilienhäuser, im Vorjahr noch rund 6 % im Minus, haben 2025 um etwa 3 % zugelegt.

2 Das Wichtigste in Kürze

  • 1.382 Kaufverträge 2025, +10 % gegenüber Vorjahr
  • Umsatz 521 Mio. € (+27 %), bebaute Grundstücke +55 % auf 329 Mio. €
  • Gebrauchte EFH ca. +3 %, Ø 430.000 € (VJ 395.000 €)
  • ETW +3 %, zweites Anstiegsjahr in Folge
  • Neubau leicht gestiegen
  • MFH/gemischt ca. -5 %
  • Bauland stagnierend, Ø 360 €/m²
  • Modernisierung entscheidend: überwiegend modernisiert ca. 30 % mehr, umfassend saniert ca. 55 % mehr

3 Die Teilmärkte im Überblick

TeilmarktPreisveränderung 2025
Gebrauchte Einfamilienhäuserca. +3 %
Gebrauchte ETW (ab 40 m²)ca. +3 %
Neubau ETWleicht gestiegen
Kleine Appartements±0 %
MFH/gemischtca. -5 %
Wohnbaulandstagnierend

4 Einfamilienhäuser: 430.000 € im Mittel – und Kürenz an der Spitze

261 gebrauchte Ein-/Zweifamilienhäuser wurden 2025 in Trier verkauft.

StadtteilMittlerer Kaufpreis
Ehrang/Pfalzel265.000 €
Heiligkreuz/Feyen/Weismark/Mariahof405.000 €
Euren420.000 €
Olewig/Irsch425.000 €
Talstadt470.000 €
Filsch/Tarforst555.000 €
Kürenz700.000 €
Faktor 2,6 zwischen günstigstem und teuerstem Stadtteil. 25 Häuser über 750.000 € (Vorjahr: 13).

5 Eigentumswohnungen: Zweites Plusjahr in Folge

Gebrauchte normale ETW stiegen um ca. +3 % (nach +4 % im Vorjahr). Neubauwohnungen: 4.950–5.430 €/m², Trier-Nord bis 5.640 €/m². Tiefgaragenplatz bis 27.000 € in der Innenstadt.

  • Trier-West/Euren/Zewen und Nord: deutlich gestiegen
  • Stadtmitte/Süd/Ost/Heiligkreuz: auf Vorjahresniveau
  • Überwiegend modernisiert: ca. 30 % mehr als Basiswert
  • Umfassend saniert: ca. 55 % mehr als Basiswert
  • 30 Jahre alte, nicht modernisierte Wohnung: ~59 % des Ausgangswerts

6 Bauland in Trier: stagnierende Preise, noch engerer Markt

Durchschnittlicher Bodenrichtwert Ø 360 €/m² zum 01.01.2026, unverändert gegenüber Vorjahr. Nur 16 baureife Grundstücke wurden 2025 verkauft (Vorjahr: 23).

7 Was bedeutet das konkret für Sie?

Das Finanzamt bewertet pauschal – besonders ältere oder renovierungsbedürftige Objekte werden dabei oft über ihrem tatsächlichen Marktwert angesetzt. Ein Gutachten nach § 198 BewG kann einen niedrigeren Wert nachweisen und so Steuern sparen. Der Gutachterausschuss weist zudem auf neue Risikofaktoren hin: steigende Zinsen und anhaltende Baukostensteigerungen.

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2026, Nr. 37, Juni 2026, Gutachterausschuss Trier.

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Paul Pletsch bewertet Immobilien in Trier und der gesamten Saar-Mosel-Region. Unverbindliche Ersteinschätzung auf Anfrage.